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Home - Japanische Gärten - Stile und Arten Japanischer Gärten
  Japanische Gärten: Stile und Arten
Japan. Gärten - Übersicht
Stile und Arten
Beispiele Japan. Gärten
 
 

Unter "Japanische Gärten" versteht man verschiedene Gartenstile, so dass viele Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden sind. Ebensowenig wie es einen europäischen Garten gibt, so gibt es nicht einen japanischen Garten. Verschiedene Epochen brachten verschiedene Gartentypen hervor, wobei dem Europäer die Zen-Gärten (Kare-Sansui) sowie Teegärten am geläufigsten sind.

Die Japanische Gartenkunst geht bis in das 7. Jahrhundert zurück. Diese Gärten stützten sich auf die Formen des Festlandes (China und Korea), aber sie wurden später mehr und mehr japanische Kreationen.

Basis der Gartengestaltung war der Shintoismus, aus dem viele Grundelemente stammen, die dann vom Buddhismus übernommen und weiterentwickelt wurden. Die besondere Achtung der Steine im Garten, die aus dem Shintoismus kommt, stammt eigentlich aus Naturreligionen, die bis in die Steinzeit zurückreichen.

Erst mit dem Einfluß des Buddhismus, der ca. um 600 nach Japan kam, bekamen die Gärten ihr unverwechselbares Aussehen. Der Einfluß des Buddhismus auf die Gestalt der japanischen Gärten ist aber vor 1022 nicht nachweisbar.

Stile japanischer Gärten sind:

Zen-Garten:

Zen-GartenDer ursprünglich einzige Zweck der Zen-Gärten ist die Unterstützung der Meditation, die zur Erleuchtung führt. Deshalb wurden die Gärten wie ein Bild "komponiert". Das Ensemble sollte nur vom Meditationsplatz aus gesehen werden, und war nicht zum Begehen gedacht. Üblicherweise wird ein solcher Garten von einer Meditationsbank aus betrachtet.

Trockene Gärten (Kare-Sansui):

Weisser Sand stellt das Meer dar, und Steine symbolisieren die Berge. Die trockenen Gärten sind stark vom Zen Buddhismus beeinflusst und sind im weiteren Sinne eine Weiterentwicklung und Abstraktion der ursprünglichen Zen-Gärten.

Die Zen-Künstler gingen frei mit dem Medium Garten um. Auch Gärten, in denen die Darstellung der Landschaften vollkommen aufgegeben wurde, entstanden. Die Künstler, die diese Gärten gestalteten, drangen tief in die, dem Material innewohnenden Qualitäten ein, um Gedanken und Konzepte der Zen-Philosophie auszudrücken. Die dabei verwendeten Materialien waren gänzlich unbelebt (im naturwissenschaftlich-europäischen Sinn) also meist Stein und Sand.

Trockene Gärten (Kare-Sansui)Dies sind die Gärten, die man heute als klassische Zen-Gärten kennt (Kare Sansui Gärten = trockenes Wasser).

Sie dienten neben der Betrachtung bei der Meditation auch meditativen Arbeitsformen.

Die Sandflächen wurden und werden ständig in Mustern geharkt - eine Arbeit ohne erkennbares Ziel, ohne Anfang und Ende.

Allgemein wurden Konzepte des Zen niemals in didaktischen Worten ausgedrückt, sondern in Parabeln gefaßt. Diese Parabeln wiederum wurden oftmals nicht in Worten niedergeschrieben, sondern in Formen des künstlerischen Ausdrucks (z.B. Ryoanji - der klassische Zen-Garten in Kyoto - als trockener Garten) übermittelt.

Der Paradiesgarten:

ParadiesgartenWenn man nun den Wegen eines solchen Gartens folgt, tun sich plötzlich neue Perspektiven auf. Mit jeder Biegung des Weges erkennt man neue Szenen, vom Waldrand bis zum Teich.

Die Beschreibung des Paradieses des Buddha Amida stammt aus dem Chinesischen Kulturkreis und fand seine Darstellung im Gartensee, den Inseln und der Umgebung des Sees. Es war die Lehre vom reinen Land Amidas.

Der Jodo-Buddhismus lehrt, daß ein Paradies im entfernten Westen existiere, Amida-Nyorai regiere darüber und man erreicht dieses Paradies (genannt Gokuraku), indem man nur seinen Namen zu rufen brauche.

Die Jodo-Richtung ist eine Verfechterin eines esoterischen Buddhismus mit einer starken Hinwendung zur Natur. Die Menschen mögen Buddha durch die Erzielung einer idealen Welt, umgeben von natürlicher Schönheit, erreichen. Die Jodo-Richtung verbindet Buddha mit Licht. Darauf basierend entstanden die religiösen Bilder (sog. Jodo-Mandalas). Alle Mandalas repräsentieren Szenen des Paradieses und eine große Anzahl solcher Jodo-Mandalas ist in Japan erhalten geblieben.

ParadiesgartenSo entstand derGrundtyp des Gartens mit Teichen (mit Lotusblumen), Inseln und paradiesischen Landschaften.

Das fließende Wasser soll den Betrachter an das Fließen des eigenen Lebens erinnern, von der Quelle bis zur Mündung, also an die Vergänglichkeit des Lebens. Die Verwendung von fließendem Wasser ist neben der Verwendung von viel Fels ein sehr ursprünglicher Inhalt der japanischen Gartenplanung.

So wurde bei Ausgrabungen in der Nähe des Kaiserpalasts von Heian Reste eines antiken Gartens (ca. 700 n. Chr.) gefunden, der bereits einen gewundenen Bachlauf besaß.

Tsukiyama:

In einem Tsukiyama-Garten werden die Berge von Steinen und kleinen Hügeln, und das Meer von einem Teich repräsentiert.

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