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| Home - Japan und China - Geschichte - Nachkriegsgeschichte (1945 bis heute) |
| Japan-Geschichte: Nachkriegsgeschichte (1945 bis heute) | ||||||
Nach Kriegsende war Japan völlig zerstört. Alle grossen Städte (mit Ausnahme von Kyoto), die Industrien und die Transport- und Kommunikationsnetze waren schwer beschädigt. Die Besetzung Japans durch die alliierten Mächte begann im August 1945 und endete im April 1952. General MacArthur wurde der erste oberste Befehlshaber. Die ganze Operation wurde fast ausschließlich von den USA gesteuert. Japans Territorium nach dem 2.Weltkrieg war mehr oder weniger dasselbe wie 1868, allerdings wurden die Kurileninseln von der Sovietunion und die Ryukyuinseln inkl. Okinawa von den USA besetzt gehalten. Die Überreste der japanischen Kriegsmaschiene wurden aufgelöst, und die Kriegsverbrecher kamen 1948 vors Gericht. Über 500 Offiziere hatten glaich nach der Kapitulation Japans Selbstmord begangen, und mehrere hunderte Offiziere wurden nach den Gerichtsverhandlungen hingerichtet. Der Kaiser Hirohito wurde nicht zum Kriegsverbrecher erklärt. Das Ziel MacArthurs war, aus Japan eine stabile Demokratie zu machen. Eine neue Verfaßung wurde 1947 in Kraft gesetzt: Der Kaiser verlor all seine politische und militärische Macht und wurde lediglich zum Symbol des Staates. Das allgemeine Stimmrecht wurde eingeführt und Menschenrechte garantiert. MacArthur führte mehrere Maßnahmen durch, die Machtkonzentrationen beseitigen sollten: er löste die Zaibatsu und andere große Firmen auf und dezentralisierte das Schulsystem und die Polizei. In einer Landreform wurden auch Konzentrationen in Landeigentum beseitigt. Shinto und der Staat wurden klar getrennt. Es wurde Japan verboten, je wieder Krieg zu führen oder eine Armee aufrechtzuerhalten. Die Zusammenarbeit zwischen den Japanern und den Alliierten funktionierte ziemlich gut. Kritische Stimmen wurden allerdings dann immer lauter, als die USA begannen, mehr und mehr nach ihren eigenen Interessen im sich entwickelnden Kalten Krieg zu handeln, Kommunisten wieder zu verfolgten begannen, mehr Truppen in Japan stationierten, und Japan aufforderten, trotz der Anti-Kriegsklausel in der Verfassung eine eigene neue Verteidigungsarmee aufzustellen. Viele konservative Japaner wünschten sich andererseits auch eine Revision der Verfassung. Mit dem Friedensabkommen, das 1952 in Kraft gesetzt wurde, endete die alliierte Besetzung Japans. Nach dem Koreakrieg und beschleunigt durch ihn, ging die Erstarkung der japanischen Wirtschaft schnell voran. Das enorme Wirtschaftswachstum in den 50er und 60er Jahren resultierte in einem schnellen Anstieg des Lebensstandards, Änderungen in der Gesellschaft und der Stabilisierung der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP). Japans Beziehungen zur Sowjetunion wurden 1956 normalisiert, diejenigen zu China 1972. Im selben Jahr wurde Okinawa an Japan zurückgegeben. Die Ölkrise von 1973 traf die japanische Wirtschaft ziemlich schwer, da sie stark vom Import von Öl abhängig war. |
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