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| Home - Ausstellungen - 2000 - Workshop mit Horst Krekeler im Odenwald (24.-26.11.2000) |
| Workshop mit Horst Krekeler im Odenwald (24.-26.11.2000) | |
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Info über Horst Krekeler Bonsai AK Odenwald Baumbesprechungen Die Teilnehmer Geselligkeit Buchengestaltung Wacholdergestaltung |
Meine Eltern zeigten mir die Einladung zum Workshop im Odenwald und fragten " hast Du Lust?". Klar, sagte ich und wollte wissen, wer Horst Krekeler ist. Meine Mutter hatte ihn bei Demonstrationen zur Jahreshauptversammlung des Bonsai-Club in Oldenburg kennengelernt und war seitdem begeistert von ihm. Sie sagte, wenn einer einem Neuling was beibringen kann, dann ist es Horst. Gesagt, getan, es wurde angemeldet, die Werkzeugkiste vom Vater hochgezogen und ab ging es. Eine lange Fahrt nach Michelstadt-Weitengesäß lag vor uns. 550 Kilometer fuhren wir und kamen natürlich zu spät, wie peinlich! Alle waren schon kräftig am Arbeiten, da kamen die Sachsen an! Für mich ein Schreck, alle schienen so erfahren und waren schon so alt! Was sollen die mit einem Kücken wie mir? Und dann ließ mich meine Mutter allein in der Höhle des Löwen! Na gut, jetzt war ich hier und stellte mich erstmal ganz brav in die Ecke und beobachtete die ganze Truppe. Irgend jemand schupste mich in die Mitte, damit ich auch gut sehen konnte. Da war das Eis gebrochen! Es war alles ganz zwanglos! Horst hatte alles gut vorbereitet! Es stand eine Vielzahl von Outdoors (von Herrn Käflein) zur Auswahl. Jetzt hatten wir die Qual der Wahl, welcher Baum soll es denn sein? Jeder durfte sich 2 Bäume aussuchen, ich entschied mich für eine Hainbuche und eine Blauzederwacholder. Andere hatten sich vorgestaltete Bäume von zu Hause mitgebracht, die hier ihren letzten Schliff bekommen sollten. Gerhard Klein hatte sich kleine Bäumchen für einen Mischwald von zu Hause mitgebracht und eine Schieferplatte. Hier ging es also ganz individuell zu, ganz nach dem Motto, wir machen, was uns Spaß macht! Nachdem wir unsere Bäume in den Arbeitsraum gebracht hatten, machten wir zu jedem Baum eine Besprechung. Jeder hatte seine Vorschläge und seine Ideen, das war sehr interessant! Wir fingen an, unsere Bäume zu gestalten. Doch das war keine Arbeit, die man allein machte, immer kam jemand und gab seine Ratschläge oder stellte seine Hilfe zur Verfügung. Horst ging in der Runde und blieb bei jedem, der gerade seinen Rat brauchte, ich schrie am häufigsten! Am Ende des ersten Tages waren die ersten Bäume fertig und ich war ziemlich müde. Doch wie es so üblich ist, wenn Bonsaifans abends zusammen sind, dauert es etwas länger. An diesem Abend gab es noch etwas besonderes! Der Bonsaifreundeskreis Odenwald feierte sein 20-jähriges Jubiläum, der Bürgermeister hielt eine kleine Rede und unser Horst war sichtlich gerührt. Anschließend hatte sich Reiner Bussjaeger noch etwas Tolles einfallen lassen! Wir wurden mit einem Quiz überrascht, als Preis stand für jeden ein kleiner Oliven-Bonsai. Doch erst mußten wir ein paar knifflige Fragen beantworten. Na gut, nicht alle waren topfit, doch den Preis durften wir alle mitnehmen. Der erste Tag neigte sich für mich zu Ende, glücklich über meine ersten Gestaltungen an der Hainbuche fiel ich in einem tiefen Schlaf. Samstag früh 7.15 Uhr klopfte es an allen Türen, Horst ließ es sich nicht nehmen, seine Schäflein selbst zu wecken. Nach dem Frühstück ging es sofort los. Alle machten sich an die Arbeit, viele hatten schon ihren ersten Baum fertig, der natürlich fotografiert werden mußte und danach auf der Terasse postiert wurde. Einige holten schon ihren zweiten Baum und fachsimpelten über die Möglichkeiten der Gestaltung. Auch ich hatte meine Hainbuche fertig und konnte mich garnicht satt sehen an ihr! Nach dem reichhaltigen Mittag unternahmen wir einen Waldspaziergang. Es war sehr lustig, jeder Baum wurde gedanklich zu einem Bonsai gemacht. Dabei kamen die seltsamsten Sachen raus! Den Spaziergang hinter uns, trieb uns das Hobby wieder an. Bis spät abends wurde gestaltet, besprochen und bestaunt. Natürlich saßen wir auch an diesem Abend wieder zusammen. Jetzt erst erfuhr ich von einigen, daß sie schon im 18. Jahr hier waren!!! Viele kannten sich schon aus den vergangenen Jahren. Sie treffen sich alljährlich, nicht nur um Bonsai zu gestalten, sondern um sich zu treffen, auszutauschen und ein wenig Urlaub machen. Hedwig erzählte uns einen dänischen Witz (Jedes Jahr den selben, erfuhr ich), Horst erzählte von seiner Arbeit mit Blinden und ich fühlte mich sauwohl in dieser Truppe. Sonntag früh- es war schon der letzte Tag. Wir hatten noch viel zu tun, denn unsere Bäume waren ja noch nicht fertig ! An diesem Tag war es sehr laut im Arbeitsraum, es wurde gefräßt, auch mein Wacholder war dran. Was aus dem geworden ist!! Wenn ich mich an den Ausgangszustand erinnere, kaum zu glauben! Alle waren sehr emsig bei der Sache und doch kam schon Abschiedsstimmung auf. Nach dem Mittag fingen die ersten an, ihre Bäume zu verladen. Auch meine Bäume waren bereit, die lange Reise nach Hause anzutreten. Ein letzter Moment für das Fotografieren des Abschiedsfotos, herzliche Umarmungen, das Versprechen, sich im nächsten Jahr wieder zusehen und die ersten mußten los! Für mich steht fest, ich komme wieder! Ich konnte an diesem Wochenende soviele neue Eindrücke gewinnen, nette Menschen kennenlernen ohne Vorurteile. Zum Schluß möchte ich mich sehr herzlich beim Horst für seine unendlliche Geduld bedanken und bei der ganzen Truppe, die mich so herzlich aufgenommen hat. |
| © by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:01 |