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Home - Pflege - Baumarten - Serissa foetida (Baum der 1000 Sterne, Junischnee)
  Pflege: Serissa foetida (Baum der 1000 Sterne, Junischnee)
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Allgemein:

Zur Gattung Serissa gehört nur diese 1 Art. Die sehr wuchsfreudige Pflanze eignet sich in unseren Breiten nur als Indoorbonsai (d.h. sie ist nicht winterhart). In ihrer Heimat China wird sie als Heilpflanze genutzt.

Blätter:

Der Junischnee ist eine immergrüne Pflanze. Die kleinen Blätter sind dunkelgrün oder bei einzelnen Sorten buntlaubig. Auf Veränderungen des Standortes (Licht, Temperatur, Wasser) reagiert der Junischnee meist sehr schnell und empfindlich mit Blattabwurf , erholt sich jedoch meist schnell wieder. Während dieser Zeit sollte die Wasser- und Düngergabe etwas reduziert werden.

Blüten:

Weiße, endständige Blüten hauptsächlich im Juni, z.T. auch wesentlich länger. Optimal gepflegte Pflanzen danken die Mühe mit reichlicher Blütenpracht. Der Name Junischnee oder Baum der 1000 Sterne weisen darauf hin. Standortwechsel kann zum Abwurf der Blüten führen.

Boden:

Am besten eignet sich ein gutdurchlässiges Substrat, welches reich an Nährstoffen ist (Lehm:Sand:Torf = 1:1:1 oder handelsübliche Indoor-Erde).

Drahten:

Die Pflanze muß nicht unbedingt gedrahtet werden und läßt sich nur durch Schnitt gestalten. Falls doch gedrahtet werden soll ist darauf zu achten, daß der Draht schnell einwächst. Oft muß er schon nach 4-6 Wochen entfernt werden. Gedrahten werden nut die schon verholzten Zweige. Die beste Zeit zu Drahten ist die Wuchsperiode von Mai bis September.

Düngung:

Braucht wegen des intensiven Wachstums und die reichlichen Blüten viel Dünger in der Wuchsperiode von April bis Oktober. Während dieser Zeit kann mit einem organischen Flüssigdünger alle 2-3 Wochen gedüngt werden. In der restlichen Zeit des Jahres sollte nur gedüngt werden wenn die Pflanze verhältnismäßig warm steht.

Gestaltung:

Der Baum der 1000 Sterne ist eine sehr häufig als Bonsai gestaltete Pflanze.

Licht:

Sehr heller Standort ist wichtig. Auch stundenweise direkte Sonne wird vertragen. Dauert die direkte Sonneneinstrahlung zu lange (z.B. an einem Südfenster) sollte um die Mittagszeit etwas schattiert werden. Während der Sommermonate (Juni bis Anfang September) kann ein Serissa-Bonsai im Freien stehen, möglichst halbschattig. Auch im Winter sollte der Standort hell sein (je wärmer die Pflanze steht desto heller muß der Platz sein).

Schädlinge:

Häufig wird der Junischnee durch Spinnmilben befallen, manchmal durch Blattläuse.

Schnitt:

Meist ist ein Serissa-Bonsai allein durch Rückschnitt in die gewünschte Form bringen. Dabei können Äste das ganze Jahr über geschnitten werden. Ein Rückschnitt bis ins alte Holz ist möglich und meistens ALler 2-3 Jahre auch notwendig (kompakterer Wuchs). Sie treibt willig aus dem alten Holz aus. Triebe werden von 3-4 Blattpaare auf 1-2 Blattpaare zurückgenommen.

Sorten:

Vom Junischnee sind eine Reihe von Sorten erhältlich. Auch Sorten mit gefüllten Blüten (Mt. Fuji oder Kyoto) wurden gezüchtet.

Stil:

Oft wird diese Pflanze in Besenform (Hokidachi) oder Frei aufrecht (Moyogi) gestaltet. Die Serissa eignet sich durch ihre schönen Wurzeln gut für die Wurzel- oder die Felsenform.

Temperatur:

Als typischer Indoorbaum wärmeliebend, kann aber von Juni bis September im Freien stehen. Im Winter sollte der Pflanze eine Wachstumspause gegönnt werden durch einen Standplatz bei ca. 10-14°C. Kurzzeitig werden auch Temperaturen unter 10°C vertragen. Wird eine Serissa bei Temperaturen höher als 16-18°C überwintert ist eine Nachtabsenkung der Temperatur nötig. Wird keine Wachstumspause eingehalten wird diese Pflanze anfällig für Krankheiten.

Umtopfen:

Umgetopft werden junge Pflanzen aller 2-3 Jahre, ältere aller 3-5 Jahre. Dabei ist ein leichter Wurzelschnitt vorzunehmen (dabei auftretender Geruch führte zu dem Namen foetida=stinkend). Abgestorbene Wurzeln werden gänzlich entfernt. Oft muß kurz nach dem Kauf ein Serissa-Bonsai umgetopft werden, da viele der Importpflanzen sich in einem sehr lehmigen Substrat befinden, welches sich unter den heimischen Bedingungen nicht gut für die Pflege eignet.

Vermehrung:

Stecklinge bewurzeln in Wasser oder direkt in die Erde gesteckt sehr gut. Leicht verholzte Stecklinge vom Frühsommer geignen sich besonders. Werden sie direkt in Erde gesteckt, scheint Bodenwärme sowie das Giessen mit Superthrive die Wurzelbildung noch zu fördern. Es ist aber nicht unbedingt notwendig.

Vorkommen:

Das natürliche Vorkommen der Serissa befindet sich im subtropischen China, Südasien und Japan.

Wasser:

Die meisten Bonsai dieser Art sterben nach dem Kauf durch ein Zuviel oder Zuwenig an Wasser. Die Serissa reagiert empfindlich auf das Austrocknen des Substrates. Auf der anderen Seite verträgt sie aber auch keine Staunässe. Gut bekommt ihr ein Substrat mit guter Drainagewirkung welches regelmäßig gegossen wird. Dabei sollte man zwischen den einzelnen Wassergaben die Bodenoberfläche leicht abtrocknen lassen. Tägliches, mehrfaches Besprühen wirkt sich förderlich aus. Auch im Winter ist die Serissa gleichmäßig feuchtzuhalten.

Wurzel:

Die Serissa weist meist interessante Wurzeln an der Oberfläche auf die sich gut in die Gestaltung als Bonsai einbringen lassen.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00