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Home - Pflege - Baumarten - Punica granatum (Granatapfelbaum)
  Pflege: Punica granatum (Granatapfelbaum)
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Familie:

Punicaceae

Allgemein:

Der Granatapfel ist sommergrün, d.h. laubabwerfend und bildet im Herbst bei ausreichender Jahreswärmesumme apfelgroße, rote, eßbare Früchte. Der aus Vorderasien stammende Granatapfelbaum wird seit Jahrtausenden als Zier- sowie als Nutzpflanze kultiviert. Mit lateinischem Namen heißt der Granatapfelbaum Punica granatum. Punica leitet sich entweder ab vom lateinischen punicus für punisch und bezieht sich damit auf die Herkunft des Baumes aus der Gegend von Karthago oder vom lateinischen puniceus für granatrot. Der Artname granatum verweist auf die große Anzahl von Kernen in der Frucht.

Blätter:

Bäume / Sträucher mit ovalen Blättern. Verfärben sich im Herbst goldgelb.

Blüten:

Auffallende, orangerote Blüten, die vorwiegend an den Triebenden erscheinen. Blütezeit ist Mai-September.

Düngen:

Von April bis Juli alle 14 Tage mit Flüssigdünger düngen. Ab August sollen die Triebe ausreifen.

Früchte:

Der aus den Früchten gepresste Saft ist sehr vitaminreich. Die von einer fleischigen Hülle umgebenen Kerne können gegessen werden.

Geschichtliches:

Der Granatapfel ist eine sehr alte Kulturpflanze. In der Bibel lesen wir: "... dein Gott führt Dich in ein gutes Land...; ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind,..." (5. Moses (8, 7-8). Der Baum war schon im alten Ägypten bekannt. Auf Grabgemälden aus der Zeit 2500 v. Chr. sind Granatäpfel abgebildet, ebenfalls in den Grabkammern Ramses IV. Schon im frühen Altertum war die Pflanze im ganzen Mittelmeergebiet verbreitet. In den Riten der Syrier und Phönizier, dort nannte man ihn "Rimmon", spielte der Granatapfel eine große Rolle

Gießen:

Im Sommer muss regelmäßig und reichlich gegossen werden. Ab August sollten die Dünger- und die Wassergaben verringert werden, um einem zu frühen Austrieb im Winterquartier vorzubeugen, der sich negativ auf die Blüte auswirken würde.

Giftstoffe:

Der Granatapfel ist ungiftig, einzig sein Saft hinterlässt Flecken, die nur schwer aus der Kleidung zu entfernen sind. In den Wurzeln finden sich allerdings Alkaloide.

Schädlinge:

Die Pflanzen werden gelegentlich an den jungen Trieben von Blattläusen befallen.

Sorten:

In seiner Urform ein kleiner Baum, wird der Granatapfel bei uns in Zwergsorten als Kübelpflanze kultiviert. Besonders verbreitet ist die reich blühende Sorte 'Nana'. Es gibt vom Granatapfelbaum auch Fruchtsorten, die in unseren Breiten aber höchstens im Wintergarten Früchte ansetzen. Punica granatum nana - bleibt kleiner und wächst deutlich langsamer als die Art. Diese Zwergform wächst sehr buschig und blüht bereits als Kleinpflanze reich. Sie bildet auch Früchte, die allerdings wenig zum Verzehr geeignet sind.

Standort:

Die Pflanze soll an einem hellen, warmen und sonnigen Ort die Sommermonate verbringen.

Überwinterung:

Hell oder dunkel bei 0-10°C. Ballen trocken halten. Verträgt einige Minusgrade, der Überwinterungsplatz muss also nicht unbedingt völlig frostfrei sein (verträgt bis zu -10°C). Der Granatapfel darf ab Anfang April, nach den strengen Frösten und bevor er neu austreibt, ins Freie. Im kühlen Winterquatier sollte die Pflanze nur leicht oder so gut wie garnicht gegossen werden, um einen zu frühen Austrieb zu verhindern. Treibt er dennoch im Winterquartier aus, dann empfiehlt es sich ihn zum Schutz der jungen Triebe erst nach der Frostperiode ins Freie zu stellen.

Umtopfen:

Ca. aller 2-3 Jahre umtopfen in gut durchlässige Bonsaierde.

Verbreitung:

Der Granatapfelbaum stammt ursprünglich aus Pakistan und ist im Mittelmeergebiet verbreitet.

Vermehrung:

Granatäpfel lassen sich im Februar/März, bevor die Pflanzen neu austreiben, relativ einfach vermehren, in dem die etwa 10 cm langen blattlosen Zweigabschnitte in feuchte Anzuchterde gesteckt werden. Schon nach wenigen Wochen bilden sich Wurzeln und nach dem Erscheinen der ersten Blätter werden sie in kleine Töpfe umgepflanzt.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00