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Home - Pflege - Baumarten - Olea europaea (Olive, Ölbaum)
  Pflege: Olea europaea (Olive, Ölbaum)
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Oliven sind für Bonsai-Gestalter sehr interessante Pflanzen. Sie erreichen ein sehr hohes Alter, bilden sowohl am natürlichen Standort als auch in Kultur imposante Stämme aus, sind verhältnismäßig einfach als Yamadori zu bergen und wachsen nach dem Sammeln meist willig wieder an.

Düngen:

Während der Wachstumsperiode wird anorganisch aller 14 Tage oder organisch 2-3 mal im Jahr gedüngt. Bei der Düngung von Oliven ist eine gleichmäßige, stetige Nährstoffgabe über das Jahr verteilt wichtig. In der Ruhezeit (ca. Oktober bis März/April) wird nicht gedüngt.

Drahten:

Drahten ist möglich und wird in den Sommermonaten durchgeführt. Da die Olive aber gut austreibt (dazu noch gegenständig) ist das Anlegen von Draht oft nicht nötig.

Beim Drahten sollte nicht zu stark gebogen werden (Bruchgefahr).

Erde:

Olivenbonsai werden in ein sehr gut durchlässiges Substrat gepflanzt. Dazu eignet sich Akadama ebenso wie Substrate mit einem hohen Kiesgehalt. Wichtig ist dabei vor allem die gute Drainagewirkung des gewählten Substrates.

Gestaltung:

Oliven wirken als Bonsai sowohl sehr klein als auch im "Mega"-Format über 1m. Der Grund dafür liegt zum Einen in den kleinen Blättern und zum Anderen in den oft skurilen und mächtigen Stämmen von Freilandfunden.

Besonders vorteilhaft für die Gestaltung von Oliven als Bonsai ist die rissige Borke. Durch ihre Triebwilligkeit (bei richtiger Haltung) sind Gestaltungsfehler leicht auszugleichen.

Gießen:

Olivenbäume können von Natur aus Trockenperioden gut überstehen. Als Bonsai ist es aber trotzdem ratsam, die Pflanze das ganze Jahr über mäßig feucht zu halten. Zum Gießen sollte man nie kaltes Wasser benutzen.

Kurzzeitiges Abtrocknen zwischen den einzelnen Wassergaben scheint dem Baum nicht zu schaden. In der Ruhezeit sind die Wassergaben zu reduzieren, ohne ihn ständig trocknen zu lassen.

Steht der Ölbaum-Bonsai zu trocken, kann er leicht Blätter verlieren. Er treibt aber meist willig wieder aus, sobald der Wassermangel behoben ist.

Sammeln:

Das Sammeln von Oliven in der freien Natur ist verhältnismäßig einfach. Selbst nach drastischen Wurzeleinkürzungen treiben sie relativ schnell neue Wurzeln, aber auch Triebe aus. Selbst aus altem Holz treibt die Olive willig aus.

In der Natur gesammelte Oliven-Yamadori sind nach dem Topfen reichlich zu Wässern.

Die im natürlichen Verbreitungsgebiet vorkommenden Wildformen haben gegenüber den kultivierten Formen kleinere Blätter, was sie für die Bonsaigestaltung geeigneter macht.

Schnitt:

Oliven lassen sich durch Schnitt einfach gestalten. Sie treiben meist sehr gut aus, auch aus altem Holz.

Wichtig ist beim Schnitt (besonders beim Rückschnitt), das der Baum nicht geschwächt wird. D.h. man läßt den Trieb verhältnismäßig lange stehen (bis er leicht verholzt ist) und gibt somit dem Baum die Chance, Reserven aufzubauen.

Sollen stärkere Äste zurückgenommen werden, so geht man folgendermaßen vor: Leichter Rückschnitt der Astenden - warten auf Neuaustrieb - warten, bis Neuaustrieb stark genug ist - erst dann weiteres Einkürzen.

Standort:

Ein Oliven-Bonsai zählt bei uns in Deutschland zu den Indoor-Bonsai. D.h. er ist nicht winterhart und wird oft im Zimmer gehalten. Der Olivenbaum liebt und braucht einen hellen und vollsonnigen Standort und muß daher auch im Zimmer sehr hell stehen. Während der Sommermonate ist der Balkon oder die Terrasse ein sehr guter Standort.

Im Winter sollte ein Olivenbonsai einen hellen, kühlen und frostfreien Standort haben mit Temperaturen zwischen 5 und 10°C haben. Ein kühler Wintergarten ist hier geeignet.

Stilformen:

Oliven lassen sich in fast allen Bonsai-Stilformen gestalten. Aufrechte Formen sieht man besonders oft. Aber auch Kaskaden oder Halbkaskaden sind möglich (wenn auch selten gestaltet).

Olivenbonsai werden besonders häufig von Bonsaifreunden im Mittelmeerraum (dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Olive) gestaltet. Ein bekannter Oliven-Spezialist ist Angel Mota aus Mallorca.

Umtopfen:

Umgetopft werden Ölbaum-Bonsai nicht so häufig. Als Junger Bonsai ist ein Umtopfen aller 3 Jahre meist voll ausreichend. Ältere Exemplare werden oft erst nach 5 Jahren umgetopft.

Nach dem Umtopfen ist auf eine reichliche Wassergabe zu achten.

Vermehrung

Neue Ölbaum-Pflanzen lassen sich durch Anzucht aus Samen und Stecklingen heranziehen. Aber auch das Abmoosen älterer Pflanzen ist möglich.

Bei der Anzucht aus Stecklingen ist zu beachten, das dazu höhere Temperaturen (deutlich über 20°C) nötig sind. Die Stecklingsvermehrung erfolgt im Sommer und ist schwieriger als die generative Vermehrung durch Samen.

Für die Vermehrung aus Samen ist die beste Jahreszeit das Frühjahr. auch hierbei sind höhere Temperaturen des Substrates nötig.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00