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Home - Bonsaipflege - Baumarten - Malus spec. (Apfel) - Pflanzenschutz und Überwinterung
  Pflege: Malus (Apfel) - Pflanzenschutz und Überwinterung
Übersicht der Baumarten
Acacia spec. - Akazien
Acer buergerianum (Dreispitz-A.)
Acer palmatum (Fächerahorn)
Acer pseudoplatanus (Berg-A.)
Aesculus hippocastanum
Alnus glutinosa (Roterle)
Betula pendula (Weißbirke)
Buxus harlandii (Buchsbaum)
Carpinus betulus
Caryopteris clandonensis
Cedrus atlantica (Atlaszeder)
Chaenomeles speciosa
Crataegus monogyna
Ehretia buxifolia (Fukientee)
Fagus sylvatica (Rotbuche)
Ficus benjamina (Birkenfeige)
Fortunella hindsii
Ginkgo biloba (Ginkgo)
Juniperus chinensis
Larix kaempferi (Jap. Lärche)
Ligustrum sinensis (Liguster)
Malus spec. (Apfel)
Murraya paniculata
Myrtus communis (Brautmyrte)
Olea europea (Ölbaum)
Pinus parviflora
Pinus nigra austriaca
Pinus thunbergii
Podocarpus (Steineibe)
Punica (Granatapfel)
Quercus robur (Stieleiche)
Rhododendron indicum (Azalee)
Sageretia theezans (Sageretie)
Sequoiadendron giganteum
Serissa foetida (Junischnee)
Sorbus aucuparia (Eberesche)
Syzygium paniculatum
Taxus baccata (Gemeine Eibe)
Ulmus carpinifolia (Feldulme)
Ulmus parvifolia (Chin. Ulme)
Zelkova serrata (Zelkovie)

Kap.1: Prinzipielle Betrachtungen zum Apfel als Bonsai
Kap.2: Standort, Vorkommen und Sortenzahl
Kap.3: Gewinnung von Rohpflanzen I - Aussaat, Stecklinge
Kap.4: Gewinnung von Rohpflanzen II - Abmoosen, Veredlung, Kauf
Kap.5: Schnitt I - Aufbauschnitt, Erhaltungsschnitt
Kap.6: Schnitt II - Sommerschnitt, Blattschnitt
Kap.7: Formen, Gestalten, Umtopfen, Düngung
Kap.8: Pflanzenschutz und Überwinterung

Der Pflanzenschutz:

Der Pflanzenschutz bei unseren Apfel-, Aprikosen und Pfirsichbonsai sollte sich ein wenig von dem bei Tafelobst unterscheiden. Während wir beim Tafelobst nicht nur äußerst gesunde Bäume benötigen, brauchen wir hier zudem noch makellose Früchte, da wir hier finanziellen und Marktzwängen unterworfen sind.

Bei unseren Bonsai müssen wir das ja nicht beachten, und so sollten wir auch nicht die vorbeugenden Spritzungen einsetzen, denn wir haben unsere Bonsai ja ständig im Auge und stellen irgendwelchen Schädlingsbefall sofort fest und können dann sofort reagieren. Beginnen wir einfach im Winter, in der Ruhepause.

Alle Schadinsekten sind wie die Pflanzen jetzt in der Winterruhe, das heißt, sie überwintern an der Pflanze in Form von Eiern oder Puppen. Wenn wir diese Stadien vernichten können, dann haben wir im Frühjahr zunächst einmal Ruhe vor Roter Spinne, vor Blattläusen und anderen lästigen Ungeziefern.

Diese Spritzungen führen wir bei frostfreiem Wetter im Februar / März durch. Als Spritzmittel hat sich hier Folidol-Öl sehr gut bewährt. Es wird auch überall in Baumschulen und Obstplantagen eingesetzt. Wenn das Wetter dann wärmer wird und der Austrieb beginnt, werden die nächsten lästigen Untermieter die Blattläuse und Rote Spinne sein.

Hier sind die bekannten Mittel E605, Metasystox und Sumicidin oder aber auch alle Insektizide recht wirksam. Spritzen sollten wir jedoch nur, wenn der Befall wirklich gravierend ist. Solange es sich nur um ein paar Läuse handelt, sollten wir lieber den Wasserschlauch nehmen und diese ungebetenen Gäste einfach wegspritzen.

In den Sommermonaten bei feucht-warmer Witterung kann sehr leicht Mehltau auftreten. Hier empfiehlt sich eine Spritzung mit Saprol. Wichtig ist in diesem Fall, daß die Pflanzen möglichst rasch abtrocknen. Umso geringer ist die Mehltaugefahr.

Mit diesen Maßnahmen haben wir so ziemlich alles getan, um Apfel und Aprikose gesund zu erhalten.

Der Pfirsich jedoch hat noch eine unangenehme Eigenschaft, er wird häufig von der Kräuselkrankheit befallen. Hier empfiehlt sich eine Spritzung mit Orthocid (0,3 %, 30 Gramm auf 10 Liter Wasser) unmittelbar nach dem Befall und kurz vor dem Aufbrechen der Knospen.

Grundsätzlich ist zu sagen, daß die hier genannten Mittel nicht die einzigen sind. Im Fachhandel werden eine ganze Reihe wirksamer Pflanzenschutzmittel mit gleicher Wirkung angeboten. Wichtig ist, daß ALle Spritzmittel und Gifte ganz genau nach Vorschrift des Herstellers angewendet werden und immer unter Verschluß sind.
Es hat auch keinen Sinn, diese Mittel höher zu dosieren, als auf der Packung angegeben ist, denn "töter" als tot, bekommen wir das Ungeziefer nicht.

Die Überwinterung:

Wenn im Herbst die Blätter der Äpfel, Aprikosen und Pfirsiche gefallen sind, dann wird es langsam Zeit, das Winterquartier für diese Pflanzen vorzubereiten. All diese Arten können Frost vertragen. Für die Äpfel ist die einfachste Art der Überwinterung, sie aus den Schalen herauszunehmen und sie im Garten an einem schattigen Platz im freien Boden einzusenken. Nach dem Einsenken werden die Pflanzen einmal gründlich gewässert, damit sich die Erde wieder an die Wurzelballen anlegt. Danach lassen wir die Pflanzen ziemlich in Ruhe. Lediglich in sehr langen Trockenperioden können wir gelegentlich noch einmal nachwässern.

Wichtig ist, daß der Einschlag für die Pflanzen vor starker Wintersonne und ständigen, austrocknenden Winden geschützt ist.

Im Frühjahr können wir die Pflanzen so wie sie sind wieder aus dem Boden herausziehen und wieder in die alten Schalen setzen, da sie ja über Winter keine neuen Wurzeln bringen. Wer keinen eigenen Garten hat, der kann das Gleiche in einer großen Kiste mit Torf, Sand oder Erde auf dem Balkon machen. Nur muß man hier die Feuchtigkeit etwas häufiger kontrollieren.

Ähnlich können wir mit Aprikosen und Pfirsichen verfahren, doch müssen wir bei diesen Arten bedenken, daß sie nicht ganz so frostfest sind wie die Äpfel. Bei Temperaturen unter -10 Celsius kann es für diese beiden Arten gefährlich werden. In einem solchen Fall können wir die Pflanzen schützen, indem wir einen Pappkarton darüber stülpen, den wir bei wärmerem Wetter wieder entfernen. Das ist bei sommergrünen Gehölzen durchaus möglich, da diese während der Winterruhe, wenn sie ohne Laub dastehen, kein Licht brauchen.

Im Frühjahr jedoch, wenn der Austrieb beginnt, muß der Karton auf jeden Fall entfernt werden, da dann die Pflanzen volles Licht gebrauchen.

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