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Home - Pflege - Baumarten - Acer buergerianum (Dreispitzahorn)
  Pflege: Acer buergerianum (Dreispitzahorn)
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Autor: Stefan Portisch

Der Dreispitzahorn gehört zur Gruppe der Outdoorbonsai und ist deshalb nur draußen zu halten. Er ist ein laubabwerfender, von Natur aus aufrecht wachsender Baum. Die dreilappigen Blätter gaben ihm seinen Namen. Er ist ein beliebter Kandidat für die Bonsaigestaltung, vor allem wegen seines ausgeprägten Wurzelwachstums, welches es ermöglicht innerhalb kurzer Zeit einen imposanten Wurzelhals zu bekommen und der auffallenden Herbstfärbung von orange bis rot. Leider ist er bei starkem Frost (unter -10°C) und scharfem Wind anfällig für Frostschäden. In solchen Klimabereichen ist der Acer ginnala (Amurahorn) eher zu empfehlen. Seine Herbstfärbung ist ein noch brillanteres Rot.

Standort:

Hier widerspricht sich einschlägige Literatur. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, daß ein eher halbschattiger Platz beßer vertragen wird (keine braunen Blattspitzen). Zumindest keine volle Mittagßonne.

Gießen:

Wegen der starken Wurzeln und der in allgemeinen großen Laubfülle, braucht der Dreispitzahorn im Sommer mindestens einmal täglich Waßer. Jedoch ist, wie bei eigentlich allen Bonsai, Staunäße unbedingt zu vermeiden. Im Winter nur mäßig feucht halten, da sonst Wurzelfäule droht.

Düngen:

Düngebeginn ist im Frühjahr mit dem ersten Blattaustrieb und endet im Herbst mit Einsetzen der Laubfärbung. Gedüngt wird alle zwei Wochen mit einem Flüßigdünger, oder mit organischem Kugeldünger aus dem Bonsaifachhandel (hier ist besonders Biogold zu empfehlen, fantastischer Zuwachs wird garantiert).

Erde:

Akadama und Humus (Blumenerde) 1:1

Umtopfen:

Durch die starke Wurzelbildung sollte einmal jährlich im zeitigen Frühjahr (Anschwellen der Knospen) umgetopft werden. Hierbei sollte ein Wurzelschnitt vorgenommen werden. Frostgeschädigte Wurzeln auch bis ins alte Holz rigoros heraußchneiden.

Formgebung:

Bei jungen Bäumen möchte man einen dickeren Stamm, stärkere Äste und eine feinere Verzweigung erreichen. Dafür läßt man neue Triebe bis auf 8 - 10 Blattpaare heranwachsen und schneidet dann bis auf ein bis zwei Blattpaare zurück. Zu große Blätter können ebenfalls abgeschnitten werden. Und zwar schneidet man hier nur die Blattflächen ab, die Stiele läßt man am Baum, sie fallen nach einiger Zeit von selbst ab.
Für eine feinere Verzweigung pinziert man die Triebspitzen (siehe Artikel unter Pflegemaßnahmen).

Bei gesunden Bäumen kann auch alle zwei Jahre ein totaler Blattschnitt durchgeführt werden. Dies bewirkt kleinere Blätter und eine kräftigere Herbstfärbung. Aber wirklich nur alle zwei Jahre und nur bei gesunden Bäumen, da der Baum hier stark gestreßt wird.
Zur Bildung eines starken Wurzelhalses oder sogar -tellers (Schildkrötenpanzer) kann man in den Stamm oder oberirdische Wurzel mit einem scharfen Meßer (vorher unbedingt mit Alkohol desinfizieren), kleine Schnitte machen (mindestens bis ins Kambium).

Diesen Bereich mit Moos und Erde abdecken und ständig feucht halten. Nach etwa einem halben Jahr verheilen die Wunden und neue Wurzeln wachsen aus dem Wundgewebe. Nach mehreren Jahren und regelmäßigem Wurzelschnitt entsteht so ein eindrucksvoller Wurzelansatz. Das Drahten erfolgt im zeitigen Frühjahr wenn die Blätter noch nicht stören, aber die Zweige schon wieder biegsam geworden sind, oder Ende Mai, Anfang Juni nach einem Blattschnitt, auch hier stört nicht die Blattfülle und man sieht was man macht.

Stilformen:

Der Dreispitzahorn kann in allen Stilarten außer der Besenform gestaltet werden. Durch seine Wurzelstruktur ist er besonders für die Wurzel-über-dem-Felsen Stilart geeignet. Aber auch frei Aufrechte Formen wirken sehr eindrucksvoll.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00