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  Abmoosscheibe
Abmoosen (Übersicht)
Abmoosscheibe
   -Abmoosscheibe
   -Anlegen der Abmoosscheibe
   -Wurzelneubildung
   -Ergebnis des Abmoosens
Autor: Uwe Friedrichs
Bild 1: Abmoosscheibe Bild 2: Anlegen der Abmoosscheibe Bild 3: Wurzelneubildung Bild 4: Ergebnis des Abmoosens

Bei den schon fast traditionellen Methoden des Abmoosens können sich mitunter unerwartete Probleme ergeben. Wunden, die zum Abmoosen angelegt werden verschließen sich wieder, Drähte die den Saftstrom unterbrechen sollen reißen wieder auf. Das Ergebnis ist dann oft unbefriedigend, und in der Regel wiederholt man den Abmoosvorgang. Weniger geübte, so wie ich, können doch jetzt aufatmen.Angeregt durch eine Abbildung in dem Buch von Werner Busch " Bonsai aus heimischen Bäumen und Sträuchern ", kam mir eine Idee das Abmoosen mit einem Hilfsmittel auszuprobieren.

Das Hilfsmittel ist eine Kunststoffscheibe, die ich mit Bohrungen versah, und anschließend in der Mitte trennte. ( Bild 1 ) Nach dem die Scheibe mit Schrauben wieder zusammengesetzt war, wurde eine Bohrung in die Scheibenmitte eingebracht. Hierbei ist zu beachten, dass die Bohrung, die den Baum aufnehmen soll, mittig teilbar ist, um die Scheibe über den Stamm schieben zu können. Der für den Baum gebohrte Durchmesser muss ca. 2- 5 mm kleiner sein, als der Durchmesser des Stammes, wo abgemoost werden soll.

Dadurch erreiche ich, dass bei der " Montage " der Scheibe die Rinde und der Kallus entfernt werden, und somit der Saftstrom schon unterbrochen wird ( Bild 2 ). 

Das Hilfsmittel Kunststoffscheibe ist nicht dehnbar, und daher frei von " Nebenwirkungen ". Anschließend wird die Abmoosstelle wieder traditionell in ein Substrat verpackt, und nach der üblichen Pflege feucht gehalten.

In einem ersten Versuch, den ich mit einer Hainbuche durchführte, habe ich ein recht gutes Ergebnis  erzielt ( Bild 3 ).

Leider ist dieses Foto nicht so übersichtlich wie ich es mir gewünscht habe, doch kann man die neuen Wurzeln gut erkennen.

Einen weiteren Vorteil zu traditionellen Methoden ist eine Stammverdickung, die direkt oberhalb der Scheibe beginnt ( Bild 4 ), und ca. einen halben Stammdurchmesser beträgt. Es kommt also nicht nur zur einer sicheren Neubildung von Wurzeln, sondern auch durch eine Stammverdickung wieder zu einem natürlichen Wurzelansatz und Aussehen des Stammes. Für mich ist diese Methode leicht anzuwenden, eine Nebenwirkung die ich sehe, ist die ,dass es nicht einfach sein wird die Scheibe anzufertigen. Falls jemand Interesse an der Scheibe hat, aber keine Möglichkeit sie herzustellen, kann er sich an mich wenden.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00