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Bäume brauchen wie andere Pflanzen größere Mengen an den 6 Hauptnährstoffen. Der wichtigste Hauptnährstoff ist Stickstoff, der im Boden oft der limitierende Faktor für besseres Wachstum ist. Phosphor (Hydrogenphosphat oder Phosphat) und Kalium werden ebenfalls viel benötigt, sind aber meist noch im ausreichendem Maße vorhanden. Die verbleibenden 3, Schwefel (Sulfat), Magnesium und Calcium sind meistens verfügbar und müssen nur verabreicht werden, wenn ein Mangel herrscht.

Diese Stoffe sind für das Wachstum und das Überleben der Pflanzen unbedingt notwendig. Das Fehlen eines dieser Elemente kann nicht durch Überschuß eines anderen kompensiert werden. Sie müssen in der für die Pflanzen verwertbaren Ionenform vorliegen. Ebenso unbrauchbar sind etwa atmosphärischer Stickstoff (mit Ausnahmen), metallisches Kalium oder elementarer Schwefel.

Bestimmte andere Ionen können von einigen Pflanzen aufgenommen werden, ohne verwertet zu werden. So nehmen z.B. Salzpflanzen Natrium nur deshalb auf, weil sie es besser als die übrigen Pflanzen ertragen können. Silizium findet man in den Trieben der Schachtelhalme und im Sproß von Gräsern, teilweise sogar in beachtlichen Mengen. Essentiell ist es allerdings nicht. Lediglich einige Algen benötigen es zum Aufbau ihrer Schalen. Einige marine Algen (vorwiegend Braunalgen) reichern Jod an, ohne daß etwas über dessen Bedeutung bekannt ist.

Nährstoff Vorkommen Bedeutung
Stickstoff: Er wird in Form von Stickstoffsalzen (Nitrate) aufgenommen. Natürliche Vorkommen finden sich in Stallmist und anderen Verrottungsprodukten. An organische Stoffe gebundenen Stickstoff finden wir in Hornprodukten, Blut-, Fleisch- und Fischmehl. Stickstoff ist der Motor des Wachstums, bildet die Grundlage der Aminosäuren, Proteine, Nukleotide  und ist an der Entstehung des Chlorophylls und vieler Enzyme beteiligt.
Kalium: Besonders verholzende Gewächse haben einen hohen Kaliumbedarf (=Kali). Kalidünger werden in humosen Boden gut gespeichert. Sandige und kalkreiche Böden weisen meist einen Mangel auf. Kalisalze werden aus natürlich vorkommenden Rohsalzen Kainit und Karnalit gewonnen. Für den Gartenbau sind sulfathaltige Kalidünger, wie schwefelsaures Kali (50 %) oder Kalimagnesia (28 % Kali + 9 % Magnesium) geeignet. Schafft gesundes, widerstandsfähiges Zellgewebe und hat günstige Auswirkungen auf die Kälte- und Trockenresistenz. Cofaktor vieler Enzyme, notwendig für Regulationsprozesse (z.B. Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen) und für Synthesen (z.B. Proteinbiosynthese).
Calcium: =Kohlensaurer Kalk: Der Kalkgehalt des Bodens wird mit Hilfe des sog. pH-Wertes festgestellt. Kalk gelangt in Form von wasserlöslichen Kalksalzen in die Pflanze. Regulatorfunktion, an der Struktur der Zellwand beteiligt. Wirkt stabilisierend auf Membranen, steuert Bewegungsabläufe.
Schwefel: Eine Versorgung erfolgt mit Düngemitteln oder gelangt durch den Regen in Form von Schwefeldioxid (aus der Verbrennung von Kohle) in den Boden. Bestandteil einiger Aminosäuren und Proteine. Schwefel ist ein Coenzym.
Magnesium: Böden aus verwittertem Urgestein haben ausreichende Mg-Vorräte. Saure Moor- und Sandböden sind arm an Mg, wie auch gut durchlässige Böden, aus denen das leicht wasserlösliche Mg rasch ausgewaschen wird. Ist bei der Bildung von Blattgrün (Chlorophyll) unverzichtbar und spielt bei der Photosynthese eine Rolle. Gegenion zum ATP, wichtig für Proteinbiosynthese
Phosphor: Phosphat z.B. aus Naturlagerstätten in Nordafrika wird zu Düngemitteln verarbeitet. Bei der Stahlgewinnung fällt Phosphat als Thomasschlacke an. Knochenmehl aus gedämpften, entfetteten Tierknochen soll nicht entleimt sein. Es enthält ca. 21 % P2O5 und ca. 5 % N. Organische Phosphorverbindungen  sind bei der Blüten- und Samenbildung beteiligt. Energiereiche Verbindungen (z.B in ADP, ATP) sowie Nukleinsäuren enthalten Phosphor. Es ist an Phosphorylierungen, z.B. von Zuckern und Proteinen beteiligt.
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