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| Home - Gestaltung - Bonsaigestaltungen - Überarbeitung einer Besenform durch Jürgen Zaar |
| Bonsaigestaltungen: Überarbeitung einer Besenform durch Jürgen Zaar | |
| Die Ausgangspflanze Entfernen der Blätter Die Suche nach der Vorderseite Entfernen toter Zweige Drahten und Spannen der Äste Schalenwahl und Umtopfen Fertig überarbeitet |
Freitag, 4.5.2001 17 Uhr - das Telefon klingelt. "Hallo - hier ist Jürgen Zaar. Bin gerade hier in der Nähe. Hast du Lust, daß ich morgen mal vorbeischaue ?" Natürlich hatte ich Lust dazu. Also - Sonnabend früh - einkaufen ("es kommt ja schließlich hoher Besuch"), aufräumen, Haare kämmen und warten. 16 Uhr - es klingelt. Jürgen mit Freundin kommt, nett, unkompliziert und offen. Die Chemie stimmt von Anfang an. Es wurde ein schöner Abend bei Wein und Lagerfeuer. Die Frauen konnten in aller Ruhe über uns herziehen während wir ihnen schmunzelnd rechtgaben. Bei der Durchsicht meiner Bäume fiel uns ein Ahorn (Acer palmatum Kiyohime - Japanischer Fächerahorn) auf, der beim Austrieb so seine Schwierigkeiten hatte. Er mußte überarbeitet, d.h. ausgelichtet und gekürzt werden. Gesagt - getan - am Sonntag Morgen gings los. Nach einer genauen Begutachtung der Ausgangspflanze wurden zuerst alle Blätter entfernt. Nachdem die Struktur des als Besenform gestalteten Fächerahorns erkennbar wurde, mußte eine zukünftige Vorderseite gesucht und gefunden werden. Danach wurden alle toten Zweige entfernt. Ebenso wurde mit kleinen, noch lebenden Zweigen im Kroneninneren verfahren. Dabei stellten wir fest, daß ein großer Teil der Krone abgestorben war. Evt. ein Kälteschaden, vielleicht habe ich aber auch ein Jahr zu lange mit einer Überarbeitung gewartet. Dieser Kronenteil mußte entfernt werden. Das entstehende Loch war groß und nicht zu übersehen. Durch Drahten und Spannen konnten es geschlossen werden. Nach dem Topfen des Baumes in eine neue Übergangsschale (manchmal findet man unter 500 verschiedenen Schalen im Lager nicht die Optimale) ist nach der Überarbeitung der Grundstein für den Neuaufbau der Krone gelegt. In 1-2 Jahren werden die Wunden und Lücken geschlossen sein und der Baum wird wieder in "alter Schönheit erstrahlen". Ergebnis des Wochenendes mit Jürgen und Freundin: Baum gerettet, was dazu gelernt und vor allem viel Spaß gehabt. Danke dafür - Jürgen und Christine von Birgit, Pavlo und mir. |
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