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| Home - Gestaltung - Yamadori-Touren - La specialita della Regiona (Yamadori auf Sardinien) |
| Yamadori-Touren: "La specialita della Regiona" - Yamadori auf Sardinien | |||||||||||||||||||||
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Eine ebenso willkommene wie abenteuerliche Abwechslung vom Bonsai-Alltag ist es, mit meinen Freunden Stefano Nobile und Salvatore Liporace auf Yamadori-Tour zu gehen.
Diesmal sollte Sardinien unser Ziel sein, wo an der stellenweise sehr felsigen Ostküste unzählige Wacholder („Juniperus Phoenicia“) mit phantastischen natürlichen Jin- und Sharipartien wachsen. Mit einem kleinen Lieferwagen machten wir uns auf den Weg nach Genua, wo wir uns auf einer Fähre nach Sardinien einschifften. Nach einer sehr stürmischen Nacht auf See rollten wir am nächsten Morgen entlang der Küste in Richtung Cagliari.
Die auf den Felsen gewachsenen Wacholder waren zum Teil nur mit sehr viel Mühe und Geduld herauszuhacken. Bei einigen wunderschönen Bäumen jedoch haben sich die Wurzeln so tief in die Felsspalten gezwängt, daß es unmöglich war sie auszugraben. Mit Sicherheit hätte der Baum keine Überlebenschance gehabt. Aus Respekt vor der Natur sollte man auf ein Ausgraben dieser Pflanzen verzichten. Einfacher war es bei den Pflanzen, die in natürlichen Felsmulden wuchsen. Die Natur hatte im Prinzip eine Schale geformt, aus der man die Bäume fast mit einem kompletten Wurzelballen nur herauszuheben brauchte.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von dieser herrlichen Landschaft. Mit wunderschönem Rohmaterial, die Wurzelballen sorgfältig in Plastikfolie verpackt und in ein feuchtes Laken eingeschlagen, um der Verdunstung über das Grün entgegenzuwirken, ging es zurück in Richtung Festland. Bevor wir jedoch wieder die Fähre in Richtung Genua betraten, sollte ich noch Bekanntschaft mit einer weiteren Spezialität der Region machen. Meine zwei Begleiter glaubten mir eine besondere Freude damit zu machen, zum Mittagessen eine Portion
Spaghetti mit frittiertem Seeiegel mit zu bestellen ..... man macht immer wieder neue Erfahrungen.......... Wieder in Mailand angekommen, wurden alle Wacholder sofort in reines Akadama gesetzt und im Folienhaus untergebracht.
Beim ersten Eintopfen von Yamadori machen viele Bonsai-Freunde oft den Fehler, daß die gesammelte Pflanze dem ersten Pflanzgefäß oder Container angepaßt wird. Eine spätere Pflanzposition sollte vorerst ganz außer Acht gelassen werden, und somit auch keine verbliebenen Faserwurzeln mehr entfernt werden. Das Überleben des Yamadori ist zunächst das Wichtigste. Es werden lediglich dicke Pfahlwurzeln eingekürzt, bzw. abgestorbene und verfaulte Wurzelteile entfernt. Mit Befestigungsdrähten sollte der Baum dann im Planzgefäß richtig gut fixiert werden. Nach dem Sammeln von Pflanzen ist es sinnvoll, diese zusätzlich regelmäßig, optimal ist mehrmals täglich, zu besprühen. Das Gießen muß man allerdings stark einschränken und immer so lange warten, bis die Erde im Pflanzgefäß angetrocknet ist, da dadurch das Wurzelwachstum angeregt wird. Auch sollten die nun frisch gesammelten Exemplare nicht direkt starker Sonne ausgesetzt werden. Hier in Italien kann es auch schon Ende Februar sehr warme Tage mit doch schon sehr intensiver Sonneneinstrahlung geben. Der Platz im Gewächshaus, das bei sehr heißem Wetter noch mit Strohmatten abgedeckt werden kann ist optimal. Nach ca. 6-8 Wochen beginne ich dann mit den ersten Gaben von Bio-Gold. Auch ist es ratsam diese frisch gesammelten Pflanzen im ersten Jahr frostfrei zu überwintern. Bevor vor man dann die erste Grundgestaltung vornimmt, sollten mindestens 2-3 Jahre nach dem Ausgraben vergehen, damit die Pflanze genügend Zeit hat, sich von ihrem Umpflanzschock zu erholen und neue Reserven aufzubauen. |
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| © by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 19:59 |