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  Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Übersicht
Aesculus (Roßkastanie)
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  - Kastanien 1
  - Kastanien
Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Blütenstand 1 Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Blütenstand 2 Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Einzelblüte Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Blattknospen Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Kastanien 1 Aesculus hippocastanum (Roßkastanie): Kastanien

Deutscher. Name

Roßkastanie, Balkan Roßkastanie, Gemeine Roßkastanie, Kastanie, Pferdekastanie

Englischer Name

Horse chestnut, Chestnut

Allgemein

Beliebter Schatten-, Allee- und Parkbaum, teilweise auch verwildert. Hippocastanum kommt von Hippos (Pferd) und Kastanon  (Kastanie) und soll andeuten, daß im Gegensatz zur Eßkastanie die Früchte der Roßkastanie nicht zum menschlichen Verzehr  geeignet sind. Ca. im 18.Jahrhundert bei uns eingeführt. Höhe: 15-28m, Breite: 13-25m.

Vorkommen

Kommt ursprünglich aus Albanien und Griechenland. Jetzt weit verbreitet als Alleebaum.

Blätter

Handförmig, 5-7 Teilblättchen (verkehrteiförmig, doppelt gesägt, bis 25 cm lang). Blattknospen vor dem Öffnen klebrig und glänzend.

Blüten

Blühbeginn Mitte Mai. Weiß oder gelbrot blühend. Große (bis 30 cm), aufrechte endständige Rispen. Blütenbasis färbt sich von weiß  über gelb bis rot. Blütennektar enthält bis 70% Saccarose (wichtig für Honigproduktion).

Früchte

Kastanien (September bis Oktober) befinden sich in einer stacheligen, grünen Kapsel, der Samen selbst ist braun,  flachkugelig und derb. Im Gegensatz zu den Samen der echten Kastanie (Castanea sativa - Fagaceae) sind Roßkastanien nicht eßbar.

Stamm

Meist gerader Stamm. Ältere Exemplare haben oft Verkrümmungen.

Rinde

Dunkelbraun und schuppig.

Licht

Volle Sonne bis Halbschatten. Viel Licht  ist gut für dichtes Blattwerk.

Boden

Feuchte, gut wasserdurchlässige Böden.

Sorten

  • Baumanni: Weiß, gefüllte Blüten, keine Samen.
  • Umbraculifera: Zwergform, kugelig und dicht.
  • Digitata: Weiß.
  • Laciniata: Halbzwergform.
  • Pyramidalis: Weiß, pyramidenförmig, aufrecht.

Nutzung

Holz für Obstkisten. Gemahlene Früchte dienen als Reinigungsmittel. Futtermittel für Dam- und Rotwild. Mit Wasser vermischtes  Fruchtfleisch wurde zur Behandlung kurzatmiger Pferde eingesetzt.

Parasiten

Befall durch die Kastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella) und durch einen Pilz ( Guignardia aesculi ).

Medizinische Interaktionen

Alle Teile sind schwach giftig, besonders die grünen Samenschalen und unreifen Früchte. Giftige Wirksubstanzen: Glycoside  besonders Aesculin, Saponine besonders Aescin (hauptsächlich in grünen Fruchtschalen und Samen, bei intakter Schleimhaut des  Magen-Darm-Trakts werden die Giftstoffe kaum aufgenommen), Gerbstoffe, Harze, fettes Öl.Gefährdung durch das Verspeisen der Früchte. Vergiftungszeitraum (meist): September - November. Symptome: Es können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Therapie: Häusliche Maßnahmen:  Kohleaufschwemmung trinken lassen. Bei mehr als einer Frucht: Ärztliche Maßnahmen: Ipecacuanha, nach Erbrechen: Kohle,  Überwachung. Im Einzelfall immer Rücksprache!

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