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| Home - Arboretum - Betulaceae (Birkengewächse) - Betula (Birke) - Betula pendula (Sandbirke, Weißbirke) |
| Betula pendula (Sandbirke, Weißbirke) | |||
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Sandbirke (Übersicht) - Blatt 1 - Blatt 2 - Blüte - Herbstblatt - Herbstlaub - Unreifes Kätzchen - Kätzchen& Detail - Kätzchen - Zweig |
Deutscher Name Blut-Birke, Hängebirke, Kapartenbirke, Sandbirke, Trauerbirke, Warzenbirke, Weißbirke Englischer Name Silver birch, Pyramidal birch, European white birch, European birch, Cutleaf birch Allgemein Diese Pionierpflanze wächst auf kargen Böden, an trockenen Stellen in Laub- und Nadelwäldern, Mooren und Wiesen und selbst in Mauerritzen und Dachrinnen. Wächst schnell und wird nicht sehr alt (ca. 100 Jahre). Angebaut in Gärten, Parks und an Straßen, im Wald als Schutzschirm (Vorwald) über empfindlichen Baumarten, als Feldgehölz und Pionierbesiedler, bei Haldenbegrünung und als Bienennährgehölz. Beliebter Zierbaum wegen seiner anmutigen Form mit hängenden Zweigen. Natürlicher Lebensraum ist der Mischwald. Die Sandbirke ist Stadtklimaverträglich. Baumhöhe 20m bis 30m, Breite: 3m. Wuchskraft: schnellwüchsig, baumartig, kegelförmig, eiförmig. Die Weiß-Birke hat eine anfangs schmale, später rundlich gewölbte Krone mit verhältnismäßig kurzen Ästen. Vorkommen Stammt aus Europa und Nordasien (bis 69º nördlicher Breite). Kommt in der Ebene bis zum Mittelgebirge vor. Blätter Spitzdreieckig oder rautenförmig, bis 6cm lang und 4cm breit. Hellgrüner, etwas duftender Austrieb, Herbstfärbung leuchtend gelb. Blüten Im Frühling trägt sie gelbliche Kätzchen vor dem Laubaustrieb ca. März bis Anfang Mai. Die Kätzchen sind eingeschlechtig. Männlich: bis 6cm lang, gelb, hängend. Weiblich: aufrecht bis hängend. Früchte Unscheinbare Früchte. Kätzchen (2-3cm lang) aus einsamigen, zweiflügligen Nußfrüchten. Mittellappen der Fruchtschuppen sehr klein und spitz, die Seitenlappen sind größer und abstehend. Rinde Silberweiße Rinde, die abblätternd im Alter dunkle, rauhe Risse aufweist. Wurzel Herzwurzler mit flachstreichenden Seitenwurzeln, sehr hoher Feinwurzelanteil in der obersten Bodenzone. Hauptwurzeln nach ca: 5-10 Jahren kräftig hebend, extrem empfindlich gegenüber Bodenverdichtung. Licht Sonne bis lichter Schatten, bei stärkerem Schatten ausladend schiefwüchsig; wärmeverträglich. Boden Verträgt mäßig trockenen bis naßen Böden und ist tolerant gegen Überschwemmungen. Die Sandbirke ist sehr anspruchslos und anpassungsfähig. Sie wächst auf Böden mit lockerer bis fester Bodenstruktur die flach- bis mittelgründig sowie von mittlerer Bodenqualität sein können. pH-Wert: 5.0 bis 7.0. Sorten Dalecarlica: Kleine, tief geschlitzte und unregelmäßig gesägte Blätter, bis 10m. Schädlinge Manchmal treten Raupen (Schmetterlinge, Blattwespen), Blattläuse oder Rüsselkäfer (Dickmaulrüssler) als Schädlinge auf. Diese können mit handelsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln vertrieben werden. Da es sich aber meist um eine kleinere Anzahl von Parasiten handelt, ist mechanisches Ablesen die bessere Wahl. Nutzung Birkenzweige zur Durchblutungsförderung bei Saunanutzung. Holz ist Ausgangsmaterial für Holzschuhe, Skier, Spielzeug, Schäl- und Brennholz. Holzkohle wird zur Herstellung von Druckerschwärze zermahlen. Holzspäne werden zum Räuchern von Fisch genutzt. Medizinische Interaktion Wirkt bei Einnahme eines Aufguß aus der Rinde verdauungsfördernd und fiebersenkend, bei Einnahme eines Aufgusses junger Blätter gegen Gicht. Birkensaft gut für Harnstoffausscheidung. Verwendet werden die Blätter, Folia betulae, als schwaches Diaphoretikum und gutes Diuretikum. Pix betulae, Birkenteer ist hautreizend und wird bei Parasitenbefall der Haut benützt. Sehr erfrischend im Rahmen einer Frühjahrskur ist der Birkensaft, den man nach Anritzen der Rinde in am Stamm befestigten Flaschen Medizinische Verwendung Im Frühjahr gesammelten und bei Raumtemperatur im Schatten getrockneten Blätter enthalten Flavonoide und Myricetindigalaktosid als Hauptkomponenten, daneben noch wenig ätherisches Öl sowie reichlich freie Triterpene (insbesondere Betulin). Unerwünschte Wirkungen: allgemein keine bekannt, jedoch ist bei Personen mit Birkenpollenallergie bei Hautkontkt eine kurzfristige Kontaktallergie nicht auszuschließen. |
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