Home / Diskussionsforum / Shop
Site Map
Allgemein / Arboretum / Ausstellungen / Galerie / Gestaltung / Japan
Japanische Gärten / Pflege / Schalen / Suiseki / Wir über uns
Home - Arboretum - Aceraceae (Ahorngewächse) - Acer (Ahorn) - Acer pseudoplatanus (Bergahorn)
  Acer pseudoplatanus (Bergahorn)
Acer pseudoplatanus
   - Blüte Austrieb
   - Blütenstand
   - Blüte Detail
   - Blattknospe
   - Blatt
   - Herbstfärbung
   - Frucht
Acer pseudoplatanus Bergahorn Blüte Austrieb Acer pseudoplatanus Bergahorn Blütenstand Acer pseudoplatanus Bergahorn Blüte Detail Acer pseudoplatanus Bergahorn Blattknospe Acer pseudoplatanus Bergahorn Blatt Acer pseudoplatanus Bergahorn Blatt Herbstfärbung Acer pseudoplatanus Bergahorn Frucht

Familie

Aceraceáe – Ahorngewächse

Dt. Name

Bergahorn, Echter Bergahorn, Rötlicher Bergahorn, Weißbunter Bergahorn

Englischer Name

Sycamore maple, Sycamore, Planetree Maple

Allgemein

Alte Exemplare 25-30m (max. bis 40m) hoch, 30m breit und bis 300 Jahre alt (vielleicht auch bis 500 Jahre). Wird gern als Parkbaum angepflanzt (Platzbedarf muß beachtet werden). Schlechte Streusalzverträglichkeit. Der Bergahorn ist im Laubmischwald und an Berghängen zu Hause. Gerade im Gebirge ist er einer der wenigen bodenverbessernden Laubbäume, welche bis in grosse Höhenlagen anzutreffen sind.

Vorkommen

Mitteleuropa bis nach Portugal. Bevorzugt im Mittel- oder Hochgebirge (Alpen bis 1700 m) in Mischwäldern.

Blätter

Handförmig geschnittene, fünflappig. Die zwei dem Stiel am nächsten liegenden Lappen sind bedeutend kleiner und weniger eingeschnitten. Die Buchten zwischen den Lappen sind spitz. Die Lappen sind unregelmässig grob gesägt und gezähnt, bei den Buchten und am Spreitengrund jedoch ganzrandig. Länge bis 12cm (max. 20 cm), Breite bis 15 cm. An der Blattbasis herzförmig. Oberseite dunkelgrün, Unterseite heller (fast bläulichgrün). Die Blattadern sind hellgrün, meist nur längs der Hauptnerven behaart. Sehr schöne Herbstfärbung von gelb bis rotorange. Blätter ähneln denen einer Platane (deshalb pseudoplatanus). Der Blattstiel ist ca. 10 cm lang und hat oberseits rote Färbung. Knospen sind kreuzweise gegenständig am Zweig angeordnet, spitz eiförmig. Die Endknospen überragen die Seitenknospen. Die Knospenfarbe ist gelbgrün mit braunen Knospenrändern. Austrieb: April – Mai.

Blüten

Einhäusig, eingeschlechtig, teilweise zwittrig. Kleine, gelbgrüne Blüten ohne Kelchblätter in hängenden Blütentrauben (walzenförmig, 6-12 cm lang). Erscheinen mit dem Blattaustrieb (Mai). Windbestäubung.

Früchte

Fruchtflügel der Spaltfrüchte fast rechtwinklig zueinander stehend, bis 2,5 cm lang. Samenreife: September – Oktober. Keimkraftdauer: 1 Jahr. Samenruhe: 2 – 3 Wochen. Frutifikationsabstand: 5 – 15 Jahre.

Rinde

Graubraune, später braun-rötlich abblätternde Rinde.

Licht

Jung Schatten vertragend. Im Alter braucht der Bergahorn mehr Licht. Die Rinde adaptiert sich an die Lichtverhältnisse. Freistellen möglichst etappenweise.

Boden

Bevorzugt frische nährstoffreiche Böden. Kaum an extrem nassen und schweren Standorten.

Sorten

  • f. Erythrocarpum: Junge Früchte mit wunderschönen, leuchtendroten Flügeln.
  • Atropurpureum: Blattoberseite dunkelgrün, Unterseite dunkelrot.
  • Brilliantissimum: Blätter erst hellrosa, dann weißlichrosa mit grünen Adern und später gelbgrün. Kleiner als die Art und langsam wachsender. Schöner Solitärbaum für kleinere Gärten.
  • Negenia: Kegelförmig mit dichter Krone und durchgängigen Leittrieb.
  • Nizetii: Blätteroberseite weißlichgrün panaschiert, Unterseite rotgrün
  • Purpurascens: Blattoberseite dunkelgrün, Unterseite rosa bis purpurrot.
  • Simon Louis Freres: Blätter erst Rosa, dann Oberseite blaßgrün und gelblich gefleckt.
  • Worleei: Blätter beim Austrieb orange, dann goldgelb und später grün mit rotem Blattstiel.

Parasiten und Krankheiten

  • Echter Mehltau
  • Diverse Pilze (Cristulariella depraedans, Dasineura vitrina, Nectria cinnabrina, Pleurocerqas pseudoplatani, Rhytisma punctatum , Verticillium diversi, Cercospora acericola)
  • Blattläuse (Periphyllus villosus)
  • Gallmilben (Aceria spec.)
  • Gallwespen (Pediaspis aceris)
  • Schmierlaus (Phenacoccus aceris)
  • Weidenbohrer (Cossus cossus)
  • Weidenschildlaus (Chionaspis salicis).

Nutzung

Das gelblich- oder rötlichweisse Holz ist überdurchschnittlich hart, zäh, elastisch und druckfest. Die sehr feinen, zerstreuten Poren sind als Porenrillen nur auf sehr sauber gehobelten, ungeschliffenen Flächen noch erkennbar. Die ziemlich breiten und dicht gestellten Holzstrahlen beeinflussen als rötliche, seidenglänzende Spiegel das Holzbild. Die Jahrringzonen sind durch das als feines Band dunkel erscheinende Spätholz erkennbar. Die Jahrringgrenze ist beim Bergahorn heller als beim Spitzahorn. Das Holz wird zum Bau von Streichinstrumenten, Möbeln, Fußböden, Schuhleisten und Alltaggegenständen genutzt. Der Brennwert des Holzes liegt unter der Buche.

© by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 19:54